Luftbild der Donauschleife bei Osterhofen im Lkr. Deggendorf mit Ortschaften und Agrarlandschaft.

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Ländliche Entwicklung
Fit für die Herausforderungen der Zukunft

Sieben Herren und eine Frau stehen rund um das Flurbereinigungs-Denkmal  in WolfsbachZoombild vorhanden

Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern

(23.04.2026) Gemeinde Niederaichbach, Landkreis Landshut. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Dorferneuerung und Flurneuordnung Wolfsbach kann die Gemeinde auf eine umfassende strukturelle und soziale Aufwertung zurückblicken. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern stellte hierfür rund 2,3 Millionen Euro an Fördermitteln bereit.

Einen wesentlichen Bestandteil der Gesamtmaßnahme bildete die Flurneuordnung. Der zuvor stark zersplitterte Grundbesitz wurde neu geordnet und die erforderliche Erschließung durch ein angepasstes Wegenetz umgesetzt. Dadurch konnten die Bewirtschaftungsstrukturen nachhaltig verbessert, Eigentumsverhältnisse klar geregelt und die landwirtschaftliche Nutzung effizienter gestaltet werden. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Schutz vor Starkregen: Aufgrund der Tallage war Wolfsbach in der Vergangenheit wiederholt von entsprechenden Ereignissen betroffen. Die insgesamt 14 neu geschaffenen Rückhaltebecken ermöglichen es nun, anfallendes Wasser gezielt zurückzuhalten und kontrolliert abzuleiten, wodurch auch die Hochwassergefahr für den Ort deutlich reduziert wird.

Für das ALE Niederbayern steht die dezentrale Wasserrückhaltung seit vielen Jahren im Fokus. „Wir möchten unsere Kommunen dabei unterstützen, individuelle Lösungen für ihre spezifischen Herausforderungen im Umgang mit Wasser zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Niederschläge bei Starkregen möglichst lange in der Fläche zu halten und wie in einem Schwamm zu speichern oder kontrolliert abzuleiten“, betonte Hans-Peter Schmucker, Leiter des ALE Niederbayern, bei der Abschlussfeier.

Ein weiterer Meilenstein ist das neu errichtete Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus in zentraler Lage neben der Kirche. Es vereint wichtige Funktionen für die örtliche Feuerwehr und die Bürgerschaft unter einem Dach und schafft einen lebendigen Ort der Begegnung für alle Generationen. Das zweigeschossige Gebäude fügt sich harmonisch in das Ortsbild ein und trägt durch seine multifunktionale Nutzung wesentlich zur Belebung der Dorfmitte bei. Die Außenanlagen bieten sowohl funktionale Flächen für den Einsatzbetrieb als auch ansprechend gestaltete Aufenthaltsbereiche im Grünen. Besonderes Augenmerk wurde auf eine barrierefreie Gestaltung des Gebäudes und der Außenanlagen gelegt, um die Teilhabe aller Bürger zu gewährleisten. Zugleich trägt die Kombination von Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus dem Grundsatz des Flächensparens Rechnung und ermöglicht eine nachhaltige Nutzung.

„Eine große Stärke unserer Dörfer in Bayern ist das soziale Miteinander“, betonte Hans-Peter Schmucker. „Attraktive und einladende Orte mit hoher Aufenthaltsqualität fördern das Zusammenkommen und den Austausch der Menschen aller Generationen – sie sind eine wesentliche Grundlage für ein lebendiges soziales und kulturelles Leben.“ Mit der gestalterischen Aufwertung sei in Wolfsbach eine moderne, vielseitig nutzbare Ortsmitte entstanden.

Auch die infrastrukturelle und landschaftliche Entwicklung profitierte von der Maßnahme: So steigern neu gestaltete Aufenthaltsbereiche entlang des bei Wolfsbach verlaufenden Landshuter Höhenwanderwegs die Attraktivität des Ortes für Besucher und Erholungssuchende.

Bürgermeister Josef Klaus bedankte sich beim ALE Niederbayern für die Unterstützung und betonte, dass mit dem Abschluss der Dorferneuerung und Flurneuordnung Wolfsbach nun zukunftsfähig aufgestellt sei: „Die Maßnahmen stärken nicht nur die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen, sondern fördern insbesondere den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität im ländlichen Raum.“