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Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
(07.05.2026) Stadt Landau a.d.Isar. Ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit und gelebte Kulturlandschaft wurde zum „Tag der Streuobstwiese“ in Landau gesetzt. Der Aktionstag, der europaweit am letzten Freitag im April begangen wird, stand auch in Niederbayern ganz im Zeichen des Erhalts wertvoller Lebensräume. Am Gänsmühlbach pflanzten Vertreter aus Politik und Fachbehörden gemeinsam einen Streuobstbaum und machten damit auf das Förderprogramm „Streuobst für alle!“ aufmerksam.
Streuobstbestände zählen zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, prägen das Landschaftsbild und erfüllen zahlreiche ökologische Funktionen. Umso dramatischer ist der Rückgang der Bestände. Geschätzt verschwinden etwa 100.000 Streuobstbäume in Bayern pro Jahr. Insgesamt sind seit 1965 bereits 70 Prozent der Streuobstflächen verloren gegangen. Auf die große Bedeutung von Streuobst wird auch anlässlich des „Tags der Streuobstwiese“ aufmerksam gemacht, der dieses Jahr an dem Wochenende rund um den 24. April 2026 europaweit gefeiert wird. Unter dem Motto „Gutes aus Streuobst“ werden die vielen Facetten der Streuobstwiesen in den Mittelpunkt gerückt – von regionalen Produkten und alten Obstsorten bis hin zu Artenvielfalt und gelebter Kulturlandschaft.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde die traditionsreiche Birnensorte „Köstliche aus Charneux“, auch bekannt als „Bürgermeisterbirne“, gepflanzt. Die Wahl fiel dabei bewusst auf diese Sorte – nicht zuletzt, weil mit dem 1. Bürgermeister der Stadt Landau a.d.Isar, Matthias Kohlmayer, auch das Stadtoberhaupt vor Ort war. An der Pflanzaktion beteiligten sich außerdem Andreas Kinateder, Kreisfachberater Dingolfing-Landau, Hans-Peter Schmucker, Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern, sowie Pascal Weber, Streuobstbeauftragter am ALE Niederbayern. Sie hoben die Bedeutung von Streuobstwiesen für Natur und Gesellschaft hervor und informierten über aktuelle Fördermöglichkeiten.
Im Fokus stand das Förderprogramm „Streuobst für alle!“, das im Rahmen des Bayerischen Streuobstpakts umgesetzt wird. Ziel ist es, bis zum Jahr 2035 eine Million neue Streuobstbäume in Bayern zu pflanzen sowie Bestände zu erhalten und zu pflegen. Das Programm wird über die Ämter für Ländliche Entwicklung abgewickelt und richtet sich an Vereine, Kommunen und Verbände. Diese können die Streuobstbäume dann an Privatpersonen weitergeben. Bezuschusst werden hochstämmige Streuobstbäume mit bis zu 45 Euro pro Baum.
Die Nachfrage nach dem Programm ist hoch. In Niederbayern wurden bereits rund 14.500 Bäume beantragt, etwa 9.000 davon sind bereits gepflanzt. Im Landkreis Dingolfing-Landau konnten bislang rund 500 neue Streuobstbäume gesetzt werden.
Kreisfachberater Kinateder wies in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Schnittkurse des Kreisverbandes der Gartenbauvereine hin. Er betonte: „Nur ein gut erzogener Baum kann qualitätvolles Obst liefern.“
Die gelungene Pflanzaktion in Landau a.d.Isar verdeutlicht das gemeinsame Engagement von Kommunen, Fachstellen und Bürgern für den Erhalt der Streuobstkultur und den Schutz der Biodiversität in der Region.
Weitere Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung finden Sie hier: