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Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
(15.12.2025) Markt Röhrnbach, Landkreis Freyung-Grafenau. Es ist eine Begegnungsstätte für alle Generationen mitten in Kumreut. Das neue Dorfgemeinschaftshaus mit Bürgerhalle, das dank der Initiative „Innen statt Außen“ in dem idyllischen Ortsteil des Marktes Röhrnbach (Landkreis Freyung-Grafenau) entstanden ist. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern stellt dafür insgesamt rund 3,1 Millionen Euro Fördermittel bereit. Amtsleiter Hans-Peter Schmucker hat jetzt eine weitere Auszahlungsrate in Höhe von 500.000 Euro an Bürgermeister Leo Meier übergeben. Damit sind nunmehr ca. 2,6 Millionen Euro an Fördergeldern ausbezahlt. Die jetzt noch ausstehende Restzahlung kann erst dann erfolgen, wenn die Kommune den dafür nötigen Verwendungsnachweis vorlegt.
Nachdem die ehemalige Grundschule seit dem Jahr 2017 leer gestanden war, beantragte die Marktgemeinde im Jahr 2019 die Teilsanierung der einstigen Schule zum Dorfgemeinschaftshaus. Mit Erfolg: Das ALE Niederbayern leitete im Juli 2019 die einfache Dorferneuerung ein, um die Maßnahme umzusetzen. Die Planungsbeteiligten einigten sich darauf, dass durch Rückbau, Sanierung und Ersatzbau ein Dorfgemeinschaftshaus mit Bürgerhalle entstehen soll – auch für sportliche Aktivitäten. Amtsleiter Hans-Peter Schmucker ist überzeugt: „Attraktive Dörfer brauchen eine vitale Ortsmitte, in der das soziale und gesellschaftliche Zusammenleben stattfindet.“ Die Dörfer „Innen statt Außen“ zu entwickeln, sei eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität, stärke die Gemeinschaft, helfe Flächen zu sparen und schaffe Identität und Baukultur, so der Amtsleiter weiter. Das Dorfgemeinschaftshaus in Kumreut sei dafür ein besonders gelungenes Beispiel.
Wie die zuständige Architektin am ALE Niederbayern, Claudia Stadler, erläutert, bestand der leerstehende Schulkomplex aus zwei Hauptgebäuden mit Verbindungsbau. Geplant war, ein Gebäude zu erhalten und die darin nicht mehr belegten Räume einer gemeinschaftlichen Nutzung zuzuführen und Gruppenräume zu schaffen. Auch der notwendige Aufzug zur barrierefreien Erschließung wurde integriert. Da der Turnraum in Größe und Ausstattung nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine Mehrzweckhalle entsprach, entschied sich der Marktrat für den Neubau einer Mehrzweckhalle mit Sportboden. Auch die Außenanlagen konnten durch das Entnehmen der alten Kubatur an der Straße neu und dorfgerecht gestaltet werden.
Durch die Umnutzung der ehemaligen Schule für Kindergarten, Vereinsräume und Mehrzweckhalle konnten wertvolle Synergieeffekte geschaffen werden – und ein leerstehendes Gebäude wurde wieder mit Leben gefüllt. Positiver Nebeneffekt: Der Neubau eines Kindergartens und einer Bürgerhalle auf der grünen Wiese wurde vermieden. „Durch die Wiederbebauung bereits versiegelter Fläche wurde ein großer Beitrag zum Flächensparen und zur Leerstandsbeseitigung geleistet“, betonte Hans-Peter Schmucker. Er lobte zudem die gestalterisch äußerst gelungene Umsetzung, die maßgeblich durch den holzverschalten zum Hang hin auskragenden Kubus bestimmt wird. Der dorfgerechte Charakter des Gebäudeensembles bleibt durch die moderne Interpretation mit regionalen Materialien erhalten.
Bürgermeister Leo Meier bedankte sich bei Hans-Peter Schmucker für die Unterstützung und die Bereitstellung der Fördermittel: „Durch die sehr großzügige Förderung seitens des ALE Niederbayern ist ein Schmuckstück für die Kumreuter Bevölkerung entstanden. Durch die zweimalige Auszahlung von jeweils einer halben Million Euro Fördergelder im Jahr 2025 ist der Haushalt des Marktes Röhrnbach für die aktuell anstehenden Projekte bestens vorbereitet.“