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Dorferneuerung
Ein Ort, an dem das Dorf zusammenkommt

Außenansicht der neuen Dorfhoamad in KriestorfZoombild vorhanden

Foto: Gemeinde Aldersbach

(16.09.2026) Gemeinde Aldersbach, Landkreis Passau. Schon lange hatten sich die Bürger von Kriestorf einen Ort der Gemeinschaft und der Begegnung gewünscht. Mit dem neuen Dorfgemeinschaftshaus ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen. Es bietet Platz für Vereine, Gruppen, Feste und Veranstaltungen und schafft damit einen neuen Mittelpunkt für das gesellschaftliche Leben im Dorf. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern hat die Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung mit 300.000 Euro Fördermittel unterstützt, das Geld wurde jetzt an die Kommune ausbezahlt.

„Dörfer leben vom Miteinander ihrer Menschen. Dafür braucht es Orte, an denen Gemeinschaft entstehen und gepflegt werden kann. Mit der Förderung des Bürgerhauses wird dauerhaft das gesellschaftliche Leben im Dorf gestärkt“, betont Michael Kreiner, stellvertretender Leiter des ALE Niederbayern.

Wie die zuständige Architektin am ALE Niederbayern, Claudia Stadler, erläutert, fehlte in Kriestorf lange ein geeigneter Treffpunkt für Jung und Alt. Ein traditionsreiches Gasthaus war über viele Jahre ein wichtiger Ort des gesellschaftlichen Lebens. Doch mit seiner Schließung ging auch ein zentraler Treffpunkt verloren. Die Dorfgemeinschaft nahm dies zum Anlass, gemeinsam nach einer zukunftsfähigen Lösung zu suchen. Nachdem sich in der Dorfmitte kein geeigneter Standort ergab, fiel die Wahl schließlich auf ein gemeindeeigenes Grundstück bei den Sportanlagen am südlichen Ortsrand. Dort konnte ein früher als Vereinsheim genutztes Gebäude durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt werden.

Entstanden ist ein Haus, das unterschiedliche Bedürfnisse der Dorfgemeinschaft unter einem Dach vereint. Herzstück ist der große Saal, der Platz für bis zu 120 Personen bietet und damit bestens für Feste und größere Veranstaltungen geeignet ist. Daneben steht eine kleinere Stube für den alltäglichen Gebrauch zur Verfügung – etwa für Vereinssitzungen, Kindergruppen, Stammtische oder kleinere Feiern. Ergänzt wird das Raumangebot durch Küche, Sanitär-, Lager- und Technikräume sowie Umkleidemöglichkeiten.

Auch architektonisch fügt sich das Gebäude in sein Umfeld ein. Der Hauptbaukörper mit dem Saal und der untergeordnete Bereich der Umkleiden sind klar gegliedert und durch unterschiedliche Fassadengestaltungen ablesbar. Regionaltypische Materialien wie Holz und Tonziegel stellen einen Bezug zum ländlich geprägten Umfeld her. Kubatur und Erscheinungsbild sind dorfgerecht gestaltet.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit gelegt. Das Gebäude ist umfassend barrierefrei erschlossen und ermöglicht damit auch Menschen mit Behinderung die Teilhabe an sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Aufgrund der Lage in einem festgesetzten Hochwasserschutzgebiet wurde das Gebäude zudem erhöht errichtet.