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Foto: Renate Hanglberger
(15.09.2026) Stadt Landshut. Regionale Bio-Lebensmittel, kurze Wege und eine Landwirtschaft mit Zukunft – dafür setzt sich die Öko-Modellregion Region Landshut seit 2023 mit großem Engagement ein. Die erfolgreiche Entwicklung wird nun fortgesetzt. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern verlängert die Förderung der Öko-Modellregion um weitere drei Jahre. Damit erhält die Region die Möglichkeit, ihre erfolgreichen Projekte auszubauen und neue Ideen für eine nachhaltige regionale Wertschöpfung umzusetzen.
„Die Öko-Modellregion Region Landshut hat in den vergangenen beiden Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie durch Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Kommunen, Bildungseinrichtungen und regionalen Unternehmen nachhaltige Entwicklungen entstehen können“, betont Hans-Peter Schmucker, Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Niederbayern. „Die Verlängerung der Förderung ist zugleich Anerkennung der bisherigen Erfolge und Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.“ Die Öko-Modellregion Region Landshut umfasst die kreisfreie Stadt Landshut und den Landkreis mit seinen 35 Kommunen. Nachdem sie 2023 als staatlich anerkannte Öko-Modellregion ausgezeichnet wurde, begann am 1. November 2023 die Umsetzung der vielfältigen Projekte.
Wie ALE-Projektbetreuerin Katrin Meyer schildert, lag einer der Schwerpunkte auf der Förderung sogenannter Öko-Kleinprojekte. Mit Unterstützung des Verfügungsrahmens konnten in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 17 Konzepte umgesetzt werden. Gefördert wurden unter anderem moderne Technik für den ökologischen Landbau, Maßnahmen zur Direktvermarktung, Investitionen in Hofläden und Onlineshops, eine Gemüsewaschanlage, Kühltechnik, eine Ölpresse, mobile Schlachttechnik sowie Geräte zur Nutzung regionaler Streuobstbestände. Die Maßnahmen stärken insbesondere kleinere landwirtschaftliche Bio-Betriebe und tragen dazu bei, regionale Wertschöpfung vor Ort zu sichern.
Darüber hinaus wurden neue regionale Wertschöpfungsketten aufgebaut. Projekte wie „Vom Korn zum Brot“, die Nutzung heimischer Streuobstbestände oder der Aufbau regionaler Strukturen in der Schweinefleischerzeugung verbinden Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung innerhalb der Region und schaffen kurze Wege vom Feld bis zum Verbraucher.
Ein weiteres zentrales Handlungsfeld ist die Außerhausverpflegung. Ziel ist es, den Anteil regionaler Bio-Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen deutlich zu steigern. So vermittelt beispielsweise das Projekt „BS 1 goes Bio“ an der Berufsschule Landshut angehenden Köchen den professionellen Umgang mit biologisch erzeugten Lebensmitteln. Gleichzeitig werden öffentliche Einrichtungen dabei unterstützt, ihre Verpflegung schrittweise auf regionale Bio-Produkte umzustellen. Auch die Bewusstseinsbildung spielte in der bisherigen Förderphase eine wichtige Rolle. Mit Aktionen wie der Bio-Brotbox, Informationsveranstaltungen, Messeauftritten und Angeboten für Schulen, Verbraucher sowie landwirtschaftliche Betriebe wurde das Thema regionale Bio-Lebensmittel einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht.
Trotz der erfreulichen Entwicklung bleibt weiteres Potenzial. Der Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe liegt in der Region derzeit bei rund 8,1 Prozent. Gleichzeitig verfolgt die Region das Ziel, den Einsatz regionaler Bio-Lebensmittel in öffentlichen Verpflegungseinrichtungen bis 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen.
Mit der Verlängerung der Förderung stehen noch viele weitere Projekte, Aktionen und neue Wertschöpfungsketten an, die das Ziel verfolgen, regionale Bio-Lebensmittel „unter die Leute“ zu bringen. Die Öko-Modellregion Region Landshut zeigt damit, wie ein regionales Netzwerk aus Wirtschaft, Bildung und Verwaltung gemeinsam nachhaltige Strukturen schaffen kann.
