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Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
(05.08.2026) Markt Röhrnbach, Landkreis Freyung-Grafenau. Das Dorfgemeinschaftshaus mit Bürgerhalle in Kumreut hat sich zu einem lebendigen Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens entwickelt. Wo früher die Grundschule untergebracht war, treffen sich heute Menschen aller Generationen. Möglich wurde dieses Vorzeigeprojekt im Rahmen der Initiative „Innen statt Außen“. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern unterstützt die Maßnahme mit insgesamt rund 3,1 Millionen Euro. Amtsleiter Hans-Peter Schmucker übergab nun einen weiteren Förderbetrag in Höhe von 450.000 Euro an Bürgermeister Leo Meier, damit sind drei Millionen Euro ausbezahlt.
Nachdem die ehemalige Grundschule seit dem Jahr 2017 leer gestanden war, beantragte die Gemeinde im Jahr 2019 die Teilsanierung der einstigen Schule zum Dorfgemeinschaftshaus. Mit Erfolg: Das ALE Niederbayern leitete im Juli 2019 die einfache Dorferneuerung ein, um die Maßnahme umzusetzen. Die Planungsbeteiligten einigten sich darauf, dass durch Rückbau, Sanierung und Ersatzbau ein Dorfgemeinschaftshaus mit Bürgerhalle entstehen soll – auch für sportliche Aktivitäten.
Amtsleiter Hans-Peter Schmucker ist überzeugt: „Attraktive Kommunen brauchen eine vitale Ortsmitte, in der das soziale und gesellschaftliche Zusammenleben stattfindet.“ Die Dörfer „Innen statt Außen“ zu entwickeln, sei eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität, stärke die Gemeinschaft, helfe Flächen zu sparen und schaffe Identität und Baukultur, so der Amtsleiter. Das Dorfgemeinschaftshaus in Kumreut sei dafür ein besonders gelungenes Beispiel.
Wie die zuständige Architektin am ALE Niederbayern, Claudia Stadler, erläutert, bestand der leerstehende Schulkomplex aus zwei Hauptgebäuden mit Verbindungsbau. Geplant war, ein Gebäude zu erhalten und die darin nicht mehr belegten Räume einer gemeinschaftlichen Nutzung zuzuführen und Gruppenräume zu schaffen. Auch der notwendige Aufzug zur barrierefreien Erschließung wurde hier integriert. Da der Turnraum in Größe und Ausstattung nicht mehr den derzeitigen Anforderungen an eine Mehrzweckhalle entsprach, entschied sich die Gemeinde für den Neubau einer Mehrzweckhalle mit Sportboden.
Auch die Außenanlagen konnten durch das Entnehmen der alten Kubatur an der Straße neu und dorfgerecht gestaltet werden. Durch die Umnutzung der ehemaligen Schule für Kindergarten (dieser befand sich bereits vor Start der Baumaßnahme in dem Gebäude), Vereinsräume und Mehrzweckhalle konnten wertvolle Synergieeffekte geschaffen werden – und ein leerstehendes Gebäude wurde wieder mit Leben gefüllt. Positiver Nebeneffekt: Der Neubau eines Kindergartens und einer Bürgerhalle auf der grünen Wiese wurden vermieden.
Bürgermeister Leo Meier dankte dem ALE Niederbayern für die kontinuierliche Unterstützung: „Die Förderung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass aus der ehemaligen Schule ein echtes Schmuckstück für unsere Bürger entstanden ist. Das Haus wird täglich intensiv genutzt. Es ist zu einem Ort geworden, der Menschen zusammenbringt und das Gemeinschaftsleben in Kumreut nachhaltig stärkt.“