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Dorferneuerung
Starkes Zeichen für die Zukunft des Ortes

Gruppenfoto mit zehn Personen anlässlich der feierlichen Übergabe der Einleitungsurkunde zur Dorferneuerung im Rathaus FürstenzellZoombild vorhanden

Foto: Bernhard Brunner

(03.08.2026) Markt Fürstenzell, Landkreis Passau. Mit der offiziellen Einleitung der Dorferneuerung "Bad Höhenstadt 2" und einer Förderzusage in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro setzen das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern und der Markt Fürstenzell ein starkes Zeichen für die Zukunft des Dorfes. Die Einleitungsurkunde und den Förderbescheid überreichte Hans-Peter Schmucker, Leiter des ALE Niederbayern, an Fürstenzells Bürgermeisterin Rita Silbereisen. Die Förderung bildet die Grundlage für die umfassende Umgestaltung des "Haus des Sports" zu einem modernen Dorfgemeinschaftshaus.


„Eine große Stärke unserer Dörfer in Bayern ist das soziale Miteinander“, betonte Hans-Peter Schmucker bei der Übergabe. „Die Erhaltung und Belebung der Dorfgemeinschaft sind entscheidende Faktoren für das soziale und kulturelle Leben im Ort.“ Das aktuelle Vorhaben sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie historisch wertvolle Bausubstanz erhalten und gleichzeitig an die heutigen Bedürfnisse der Dorfgemeinschaft angepasst werden könne.

Das Dorfgemeinschaftshaus Bad Höhenstadt hat als „Haus des Sports“ eine zentrale Rolle im Dorfleben inne. Das Gebäude liegt in der Achse zwischen dem denkmalgeschützten Pfarrheim und der Pfarrkirche und bildet gemeinsam mit dem Kindergarten eine Art Vorhof zum Kirchenvorplatz. Nicht nur durch seine erhöhte Lage auf dem Kirchberg kommt dem Gebäude eine besonders prägende Wirkung für das Ortsbild zu.

Wie die zuständige Architektin am ALE Niederbayern, Claudia Stadler, erläutert, setzt sich der bestehende Gebäudekomplex derzeit aus einer Vielzahl von Anbauten zusammen, die im Laufe der Jahrzehnte in unterschiedlichen Bauphasen ergänzt wurden. Während die ehemalige Schule aus dem frühen 20. Jahrhundert aufgrund ihrer historischen und ortsbildprägenden Bedeutung saniert und umgebaut werden soll, weisen die jüngeren Gebäudeteile erhebliche bautechnische Mängel sowie zahlreiche Niveauunterschiede auf. Diese lassen sich nicht sinnvoll überbrücken, weshalb ein Erhalt der neueren Bausubstanz nicht wirtschaftlich und zweckmäßig erscheint.

Die betroffenen Gebäudeteile sollen daher zurück gebaut werden. Auf den freiwerdenden Flächen ist unter anderem die Schaffung eines attraktiven Vorplatzes vorgesehen, der zwischen Dorfgemeinschaftshaus, Kindergarten und Friedhof entstehen soll. Ziel ist, eine ansprechende und bedarfsgerechte Aufenthaltsfläche für die Bürger zu schaffen.

Um den Anforderungen der Dorfgemeinschaft und der örtlichen Vereine gerecht zu werden – insbesondere des überregional erfolgreichen Tischtennisvereins – ist zudem im rückwärtigen Bereich der ehemaligen Schule der Neubau einer Mehrzweckhalle mit den erforderlichen Umkleiden und Sanitäranlagen geplant. Die Gebäude werden durch einen Zwischenbau miteinander verbunden. Ein dort integrierter Aufzug sorgt dafür, dass die Flächen barrierefrei erschlossen werden können.

Bürgermeisterin Rita Silbereisen zeigte sich bei der Übergabe des Bescheids sehr erfreut: „Dank der Förderung können wir ein Projekt verwirklichen, das unser Dorf über Generationen hinweg prägen wird. Das neue Dorfgemeinschaftshaus schafft optimale Bedingungen für unsere Vereine, stärkt das gesellschaftliche Miteinander und wertet gleichzeitig unseren Ortskern deutlich auf.“

Die Fördermittel werden vom ALE Niederbayern im Rahmen der Initiative „Innen statt Außen“ bereitgestellt. Dadurch wird die großzügige Förderzusage über 2,5 Millionen Euro ermöglicht