Luftbild der Donauschleife bei Osterhofen im Lkr. Deggendorf mit Ortschaften und Agrarlandschaft.

RSS-Feed Pressemitteilungen des StMELF

Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

Aufruf des Presse-RSS-Feeds

Dorferneuerung
Ort der Begegnung und des Ehrenamts

Zwei Männer stehen vor einer weißen Wand und halten eine Urkunde in ihren Händen.Zoombild vorhanden

Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern

(03.07.2026) Gemeinde Haarbach, Landkreis Passau. Mit dem neuen Dorfgemeinschaftshaus in Bergham ist ein zentraler Treffpunkt für Vereine, Ehrenamt und Dorfgemeinschaft entstanden. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie die Dorferneuerung lebendige Ortskerne stärkt und das gesellschaftliche Miteinander nachhaltig fördert. Jetzt überreichte der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern, Hans-Peter Schmucker, eine Auszahlungsurkunde über 350.000 Euro an Bürgermeister Josef Füllmeier.

„Eine große Stärke unserer Dörfer in Bayern ist das soziale Miteinander“, betonte Schmucker bei der Übergabe. „Die Erhaltung und Belebung der Dorfgemeinschaft sind entscheidende Faktoren für das soziale und kulturelle Leben vor Ort. Mit dem Dorfgemeinschaftshaus ist ein wichtiger Ort der Begegnung entstanden. Projekte wie dieses leisten einen wertvollen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer.“

Wie Projektleiterin Sabine Gerstl erläuterte, wurde das neue Gebäude zwischen dem traditionsreichen Gasthaus Wenzl und dem Feuerwehrhaus errichtet. Es ersetzt ein ehemaliges Garagen- und Lagergebäude und fügt sich nahtlos in die bestehende Ortsstruktur ein. Der Baubeginn erfolgte im März 2024, bereits im April 2025 konnte das Haus feierlich eingeweiht werden. Genutzt wird das Dorfgemeinschaftshaus in erster Linie von der Freiwilligen Feuerwehr Bergham, den Eustachiusschützen, dem Bayerischen Roten Kreuz sowie weiteren örtlichen Vereinen. Besonders die intensive Kinder- und Jugendarbeit vieler Vereine erhält damit optimale räumliche Voraussetzungen.

Herzstück des Neubaus ist ein großzügiger Multifunktionsraum, der sowohl als Schießstand als auch für Vereinsveranstaltungen, Versammlungen und Feste genutzt werden kann. Ergänzt wird das Raumangebot durch ein Stüberl mit Ausschank und Küche, ein gemeinsames Vereinsbüro, Sanitäranlagen sowie Umkleideräume. Dank mobiler Schützenstände lässt sich der Raum flexibel an unterschiedliche Nutzungsanforderungen anpassen.

Die Architektur des Gebäudes greift die regionale Baukultur des niederbayerischen Klosterwinkels auf. Wie die zuständige ALE-Architektin Claudia Stadler erläuterte, spiegelt die Fassade aus Lärchenholz die traditionelle Holzbauweise des „Holzlands“ wider und fügt sich harmonisch in das bestehende Ensemble ein. Die Formensprache orientiert sich an einem klassischen Stadel und verbindet regionale Bautradition mit moderner Gestaltung. Auch die Außenanlagen wurden funktional und nachhaltig geplant.