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Foto: Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern
(21.04.2026) Gemeinde Wallerfing, Landkreis Deggendorf. Es ist ein zukunftsweisendes Energieprojekt. Das Nahwärmenetz in Wallerfing, das seit gut zwei Jahren in Betrieb ist und sich im Alltag bestens bewährt hat. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern fördert die Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung mit 400.000 Euro, jetzt übergab Amtsleiter Hans-Peter Schmucker die Auszahlungsurkunde für die letzte Förderrate in Höhe von 150.000 Euro an Bürgermeister Hans Eigner.
Das Thema Energie ist aktueller denn je. Das ALE Niederbayern unterstützt Kommunen auf vielfältige Weise beim Umstieg weg von der fossilen hin zu einer regenerativen, möglichst CO2-neutralen Energieversorgung, denn: „Es ist für uns alle wichtig, Energiesicherheit und Unabhängigkeit gegenüber der Preisentwicklung bei den fossilen Brennstoffen zu gewinnen“, betonte Hans-Peter Schmucker bei der Übergabe der Auszahlungsurkunde. Das Projekt in Wallerfing zeige eindrucksvoll, wie die Energiewende auf kommunaler Ebene erfolgreich umgesetzt werden kann. Er ist überzeugt, dass das Projekt Vorbildcharakter für andere Kommunen hat: „Wallerfing setzt ein starkes Zeichen für eine klimafreundliche Energieversorgung im ländlichen Raum.“
Das Nahwärmenetz versorgt öffentliche Einrichtungen und private Haushalte zuverlässig mit klimaneutral erzeugter Wärme. Betreiber ist die Gemeinde. Zum Einsatz kommen ausschließlich Hackschnitzel aus der Region – ein konsequenter Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung. Wie ALE-Projektleiter Bernhard Pohmann erläutert, sind unter anderem die Mittelschule sowie mehrere Wohngebiete, insgesamt rund 45 Gebäude, angeschlossen. Das Netz mit einer Leitungslänge von etwa 1.650 Metern liefert jährlich rund 1.000 MW/h Wärme und spart dabei etwa 225 Tonnen CO₂ ein. Ergänzt wird die Anlage durch eine moderne Kombination aus Biomassekessel, solarthermischer Unterstützung und Photovoltaik zur Eigenstromversorgung des Heizhauses. Mit einer Kesselleistung von 500 kW ist die Anlage optimal auf den Bedarf vor Ort ausgelegt.
Auch Bürgermeister Hans Eigner zeigte sich bei der Übergabe zufrieden: „Unser Nahwärmenetz läuft stabil und zuverlässig. Die Kommune versorgt die Bürger nicht nur mit Wasser und Abwasser, sondern ist auch ein zuverlässiger Partner bei der Wärmeversorgung. Die Nahwärme ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Zukunft unserer Gemeinde und stärkt gleichzeitig die regionale Wirtschaft.“ Sein Dank galt insbesondere dem ALE Niederbayern für die langjährige Unterstützung sowie allen Projektbeteiligten.